Geschichte

Geschichte

Das zum Teil während der türkischen Besatzung erbaute Rudas Bad ging am 1. Dez. 1696 in städtischen Besitz über. Bis zum 19. April 1866 wurde es von Pächtern betrieben, danach von der Stadt Buda selbst verwaltet. Zu diesem Zeitpunkt lässt sich die Gründung unseres Unternehmens datieren.

Die Generalversammlung der Hauptstadt erklärte in ihrem Beschluss (Nr. 442) vom 9. Mai 1928, die städtischen Bäder St.Gellért, Rudas und Széchenyi zusammenschließen zu wollen. 1929 erfolgte die verwaltungstechnische Vereinigung der Bäder St.Gellért und Rudas. 
Mit seinem Beschluss (Nr. 701/1931 tan.) entschied der Stadtrat von Budapest, die in seinem Besitz befindlichen Bäder zu vereinigen. Der Zusammenschluss wurde durch die Verordnung des Bürgermeisters (Nr.199.496/1932.IX.) in Gang gesetzt. Der Verwaltungsausschuss erteilte dazu in einer Generalversammlung vom 18.Jan. 1933 seine Zustimmung (Nr.27/1933.kgy.), was vom Innenminister am 5. Mai 1933 mit seiner Unterschrift bestätigt wurde (Nr.78419/1933-V.). Der Betrieb wurde als Einzelhandelsfirma in das Handelsregister eingetragen. Am 1. Januar 1933 nahm das fusionierte Unternehmen "Budapest Székesfőváros Gyógyfürdői és Gyógyforrásai" (Heilbäder und Heilquellen der Hauptstadt Budapest) seinen Betrieb auf. Die zentrale Verwaltung der Bäder St.Gellért, Rudas und Széchenyi sowie des 1916 gegründeten Mineralwasservertriebes der Stadt wurde im Bad St.Gellért untergebracht.
Zu dieser Zeit gab es außer den obengenannten noch zwei weitere Volksbäder im Besitz der Hauptstadt: das 1911 errichtete Reinigungs-, Wannen- und Duschbad in der Palotai Straße, einem Wohnviertel mit vornehmlich kleinen Wohnungen, und ein Reinigungsbad (erbaut 1930) in der Dandár Straße im IX. Stadtbezirk. Hinzu kamen noch kostenlose bzw. zahlungspflichtige Donau-Schwimmbäder. 1935 wurde das Bad Rác (St.Imre) von der Hauptstadt erworben.

Aufgrund des Gesetzartikels X aus dem Jahre 1949 wurde das Unternehmen auf Initiative der Hauptstadt, vertreten durch den Innenminister im Einvernehmen mit dem Minister für Volkswohlfahrt, in ein Gemeindeunternehmen umgewandelt. Die Stadtverwaltung von Budapest verfasste in der Generalversammlung vom 8. Juni 1949 den Gründungsbrief (Nr.117/1949.kgy.), durch welchen das Unternehmen als "Fővárosi Gyógyfürdők és Gyógyforrások Községi Vállalat" (Gemeindeunternehmen der Heilbäder und heißen Quellen der Hauptstadt) definiert wurde. Die Verwaltung umfaßte außer den städtischen Bädern auch die verstaatlichten Privatbäder. Der Gründungsbrief wurde durch den Innenminister am 4. Juni1949 (unter Nr.5.283/(4-1949) III-3.BM) bestätigt.

Der Gründungsbrief bestimmte Gegenstand und Tätigkeitsbereich des Unternehmens wie folgt:

a) Instandsetzung und -haltung der im Eigentum und in der Verwaltung der Hauptstadt befindlichen Bäder,
b) Betreiben von Bädern und Heilbädern auf dem Gebiet der Hauptstadt,
c) Dienstleistungen in den Bädern, die dem Komfort und der Gesundheit des Publikums dienen (Haarpflege, Hand- und Gesichtspflege, ärztliche Kuren, medizinische Ratgeber, Kurhotel, Restaurant, Läden). Zu diesem Zweck eventuelle Klärung mietrechtlicher Fragen.


In seinem Beschluss vom 6.März 1950 (Nr.3.278/1950) trug das Budapester Gericht als Handelsgericht das Unternehmen "Fővárosi Gyógyfürdők és Gyógyforrások Községi Vállalat" (Budapest XI., Kelenhegyi u. 4. sz.) in das Register der später aufgehobenen Gemeindeunternehmen (unter Nr.80.030) ein. Der Verwaltungsausschuss des Stadtrats erklärte das Unternehmen "Fővárosi Gyógyfürdők és Gyógyforrások Vállalat" in einem Beschluss (Nr.55/1957, veröffentlicht in "Fővárosi Közlöny", Amtliches Meldeblatt der Hauptstadt) am 6.März 1957 zu einer unternehmerischen Institution und änderte seinen Namen auf "Fővárosi Fürdőigazgatóság", Hauptstädtisches Badedirektorat.

Mit seinem Beschluss Nr.514 aus dem Jahre 1967 ergänzte der Verwaltungsausschuss des Hauptstädtischen Rats den Tätigkeitsbereich unseres Unternehmens wie folgt:
Punkt b) wurde folgendermaßen modifiziert: Planung, Errichtung, Betrieb und Instandhaltung von Heilbädern in der Hauptstadt, ferner auch der Kur-und Strandhotels;
Punkt c) wurde durch weitere Fach- und Nebendienstleistungen ergänzt.
Gründungsbrief und Tätigkeitsbereich des Unternehmens wurden durch den Beschluss des Verwaltungsausschusses (Nr.404) in der Sitzung vom 2. Aug. 1972  wie folgt ergänzt:
"Abfüllung von Mineralwasser in Flaschen, Verpackung von Heilschlamm, Vertrieb im In- und Ausland, Werbung in den Bädern."

Mit dem Beschluss Nr.3685/1985 des Städtischen Gerichtshofes als Handelsgericht wurde am 5.Juli1985 das Gemeindeunternehmen "Fővárosi Fürdőigazgatóság" (Hauptstädtisches Badedirektorat) (Bp.V.Guszev u.25.) in die Firmenliste Nr.1759 eingetragen.
Die Aufgaben des Unternehmens wurden am 4.Nov. 1985, entsprechend dem im Gesetz VI. über die staatlichen Unternehmen aus dem Jahre 1974 modifiziert und durch die Gesetzesverordnung 22. aus dem Jahre 1984, vom Verwaltungsausschuss neu definiert. Der diesbezügliche Beschluss Nr.230/a/1985 wurde vom Finanzministerium, dem Landesamt für Wasserverwaltung und dem Direktorat für Kommunal- und Tiefbau bestätigt.

Er setzte sich folgendermaßen zusammen:

a) primäre Tätigkeit des Unternehmens:
Wasserproduktion, Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und -klärung, Badedienstleistungen.
b) sonstige Dienstleistungen des Unternehmens:
sonstige Wasserverwaltungstätigkeit, Forschung und Entwicklung in der Wasserverwaltung, Ausführung wassertechnischer Bauten, Kleinhandelsbetriebe, Gastwirtschaft, kommerzielle Dienstleistungen, Ausleihe, sonstige Fremdenverkehrs-Dienstleistungen, Garderobendienst, Paket- und Wertsachenaufbewahrung, Sanatoriumsbetrieb.


Gründung des Selbstverwaltungsunternehmens, seine Umwandlung in eine Aktiengesellschaft

Das Unternehmen "Fővárosi Fürdőigazgatóság", Städtisches Badedirektorat, funktionierte als staatliches Unternehmen unter der Leitung und Kontrolle des Hauptstädtischen Rats. Aufgrund des Gesetzes XXXIII (1991) über die Übereignung gewisser Objekte aus staatlichem Besitz in die Hände lokaler Selbstverwaltungen wurde das Vermögen des Unternehmens "Fővárosi Fürdőigazgatóság" (Beschluß XXIII-42/91/VÁB, vom 30.Dez. 1991) durch das Komitee zur Vermögensregelung in das Eigentum der hauptstädtischen Selbstverwaltung übergeben. Bäder mit Denkmal-Status wie Király und Rudas blieben jedoch aufgrund der Regierungsverordnung 83/1992.(V.14.) Korm., die die Übergabe von denkmalgeschützten Objekten aus staatlichem Eigentum vorerst nicht erlaubt, davon ausgenommen. Ihr Verwalter ist das "Kincstári Vagyoni Igazgatóság" (KVI, Vermögensdirektorat der Schatzkammer). Der hauptstädtischen Selbstverwaltung steht deren kostenfreie Benutzung zu, die Bäder werden von unserer Gesellschaft betrieben. Die Vereinbarung zwischen dem KVI, der hauptstädtischen Selbstverwaltung und unserer Gesellschaft, die die Betreibung regeln soll, ist aber bis zum heutigen Tag nicht zustande gekommen, da sie zwar von der Hauptstadt angenommen, nicht jedoch an das KVI zur Unterzeichnung weitergegeben wurde.

Der vom 17.-18..Dez. 1992 datierte Beschluß (Nr.1605/1992) bestimmte das Selbstverwaltungsunternehmen mit dem Firmennamen "Fővárosi Önkormányzat Főrávosi Fürdőigazgatóság" (Hauptstädtische Selbstverwaltung Hauptstädtisches Badedirektorat) als Rechtsnachfolger des früheren staatlichen Unternehmens.

Kraft der Beschlüsse Nr.1603 und 1604/1992 vom 17.-18. Dez. 1992 überließ die Generalversammlung der Haupstadt dem Selbstverwaltungsunternehmen "Fővárosi Fürdőigazgatóság" das - auch früher von diesem verwaltete - Vermögen, mit Ausnahme ihrer Vermögensanteile am "Finn-Magyar Gyógyszálló Rt." (Finnisch-Ungarisches Kurhotel AG.) und einiger anderer Anlagen sowie der Entwicklungsgebiete des Paskál-Strandes und die Dienstwohnungen.
Die vom 23. Dez. 1992 erfolgte Modifizierung der Gründungsurkunde des Unternehmens, mit vollem Namen "Fővárosi Önkormányzat Fővárosi Fürdőigazgatósági Vállalat", wurde vom Oberbürgermeister am 27. Mai1993 rückwirkend zum 17. Dez. 1992 unterzeichnet.
Am 1. Juni 1996 schließlich wurde das Unternehmen "Fővárosi Fürdőigazgatóság" in eine Ein-Personen AG umgewandelt (Beschluß Nr.1069/1996 VI.27. Főv.Kgy.), die unter dem Namen "Budapest Gyógyfürdői és Hévizei Rt." (Heilbäder und heiße Quellen Budapest AG) mit Sitz in 1138 Budapest, Népfürdő u. 38. auftritt. Sie ist die allgemeine Rechtsnachfolgerin des ursprünglich "Budapest Székesfőváros Gyógyfürdői és Gyógyforrásai" (seit 1.Jan. 1933) und später "Fővárosi Fürdőigazgatóság" (ab 1957) genannten Unternehmens.