2018.10.24 - Badeetikette /7 Fehler, die man in Bädern unbedingt vermeiden sollte.../

2018.10.24 - Badeetikette /7 Fehler, die man in Bädern unbedingt vermeiden sollte.../

Badeetikette
/7 Fehler, die man in Bädern unbedingt vermeiden sollte.../

Die kalte Herbst- und Winterperiode ist da, wenn man nach der alltäglichen Arbeit oder am Wochenende gerne Thermalbäder besucht, wo man die massierenden Wasserstrahlen oder die schwitzende Hitze der Saunen genießen kann. Ja, das genießen auch andere, nicht nur wir…Wie soll man sich verhalten, ohne die Erholung anderer Personen zu stören?

Rudas 

Zuerst soll man die Hausordnung lesen, die am Eingang der Bäder ausgehängt ist! Wir können denken, dass wir Kulturmenschen sind und die Hausordnung nicht lesen müssen. In diesem Fall sollten wir sie wenigstens beim Rausgehen durchlesen und unsere Verhaltensweise mit der Hausordnung vergleichen! Das Bad ist ein Ort, wo Menschen physisch nahe beieinander sein können. Wir schwitzen zusammen in der Sauna, 10 cm entfernt voneinander, sitzen zusammen im warmen Wasser, schwimmen einer nach dem anderen im Becken, erreichen zusammen das Ende des Beckens, trocknen uns die Haare im Umkleideraum. Das ist eine intime Beziehung, ob es uns passt oder nicht, zudem sind wir auch leichtbekleidet, was die Situation auch nicht einfacher macht. Natürlich können wir nicht alles relativieren, es gibt objektive Regeln, die befolgt werden müssen, und dann gibt es keine Überraschungen.

1) Umkleideraum

Heutzutage sind die Umkleideräume der Bäder oft gemischt. Gemischt für Groß und Klein, Mann und Frau. Es gibt natürlich Kabinen, aber wenn man die Kabine verlässt, befindet man sich in einem gemeinsamen Raum. Was erlaubt man während eines gemeinsamen An- und Ausziehens der Kleider und was nicht? Darf sich ein Mann halbnackt seine Haare trocknen, denn vor zwei Minuten ist er so aus dem Becken ausgestiegen, während es für eine Frau peinlich ist, wenn sie sich nur in Unterwäsche trocknet? Es gibt kaum ein Unterschied zwischen einem BH und einem Badeanzug - wenigstens was die Größe betrifft! Damit wir uns nicht immer an der Grenze zwischen ethischem und weniger ethischem Verhalten bewegen, sollten wir unser „Nudisten-Ich" zurückhalten und es im Sommer auf einem einsamen Küstenfelsen wieder entlassen.

2) Das Dilemma des Füßewaschens

Vor dem Einstieg ins Becken muss man sich die Füße waschen, das ist in der Hausordnung der meisten Bäder enthalten, und es wird am Rande des Bassins ausgehängt. Trotzdem überspringen viele Menschen diesen Schritt und flüstern ihren Partnern zu, dass sie in den Fußwäscher auf keinem Fall hineintreten werden. Nun, ja… Wir denken daran, wie viele Menschen ihre Füße darin gewaschen haben konnten, aber nicht auch daran, dass wir mit den selben Menschen im Becken zusammen baden werden, und wenn sie ihre Füssen nicht gewaschen hätten, dann wäre das Wasser worin wir hineintauchen weniger sauber. Die Frage des Füßewaschens wird auch von der Problematik der Badelatsche weiter beschattet, wofür es eine einfache Lösung gibt: Man soll auf dem Strand Badelatschen tragen! Einerseits, wenn wir auf den Fluren Badelatschen tragen, nehmen wir weniger Schmutz in die Becken. Auf der anderen Seite, sind wir dem Rutschgefahr nicht dermaßen ausgesetzt. Vor dem Einstieg ins Becken sollte man auf jedem Fall duschen, das ist eines der wichtigsten Erfordernisse in einem Bad!

3) Suhle

Die besten Teile der Bäder sind die Gebiete mit den Massagewasserstrahlen und Wasserblasen, wo die Zahl der Plätze begrenzt ist. Wir gucken höflich, wenn ein Platz frei wird, und nicht zu gierig, aber ziemlich schnell versuchen wir als erste den Platz zu schnappen. Diese Spiele gehören zu den weniger angenehmen Momenten des Aufenthaltes in einem nicht komplett leeren Bad. Es gibt Bäder, wo ein Pfeifton die Zeit signalisiert, wenn man die Lieblingswasserstrahlen verlassen und den Platz frei machen muss. Bestandteil der Badeetikette ist es auch, dass man nicht auf ein externes Zeichen warten soll, sondern man soll es merken, wenn eine andere Person die Suhle benutzen möchte, man soll den Platz frei machen, und wir werden uns auch freuen, wenn andere Menschen uns ihre Plätze auch frei machen!

Rudas panoráma

4) Sauna

In der Welt der Saunen soll man auf die kleinsten Details achten. Es gibt Saunen, wo man die Kleider ausziehen und ohne Kleider schwitzen soll, und Plätze, wo genau das Gegenteil akzeptiert wird, ohne Nacktheit, denn diese ist nicht überall toleriert. Sicher ist, dass man einen Tuch mitnehmen und unter sich ausbreiten soll, damit nicht die Bank den Schweiß auffängt. Es gehört nicht Badelatschen in die Sauna mitzunehmen. Es gehört sich auch nicht in die Sauna laut zu sprechen, und Wasser oder ätherisch Öle auf den Ofen zu geben, ohne zu Fragen – das überlasst man dem Saunameister!

5) Schwimmen

Ein Schwimmbad scheint eine einfache Welt zu sein: Man schwimmt hin und her auf der rechten Seite der Strecke, und achtet darauf, dass er/sie die anderen nicht mit den Füssen tritt. Das ist natürlich nicht so einfach. Es gibt Menschen, die schneller sind und deshalb überholen müssen, aber andere schwimmen einem entgegen, aus diesem Grund wartet man und fängt man an sich zu ärgern, aber es gibt keine andere Lösung, als in eine andere Strecke über zu schwimmen. Kommt jemand auch dort entgegen, so ärgert man sich weiter. Es ist eine Grundregel, dass man nicht kreuz und quer im Becken schwimmt, vom Beckenrand ins Wasser springt, und man soll eine Ordnung aufrechterhalten, was mit vielen Schwimmgästen sehr kompliziert ist. Und das wichtigste: man soll eine Badekappe tragen, vor allem, wenn man das direkt verlangt, denn wir möchten auch nicht, dass wir mit fremden Haaren in unserem Mund das Becken verlassen!

úszás 6) Anstarren

Halbnacktheit ist eine Besonderheit in der Welt der Bäder und so ist auch die damit verbundene blickanziehender Effekt. Ein ethischer Badegast starrt eine gut aussehende Person des anderen Geschlechts nicht an, man trainiert höchstens das periphere Sehen, oder man schaut clever herum und blickt die ausgewählte Person von Zeit zu Zeit an. Das geht noch. Es gab Zeiten, als das nicht erlaubt war, man musste beinahe komplett bekleidet baden, oder die Trennung der Männer und Frauen war eine einfachere Lösung. Der werfe den ersten Stein auf die Anstarrer, wer sich tief im Herzen nicht freuen würde, wenn jemand seine oder ihre Schönheit anstarrt. Das ist eine feine Partie, aber was sicher nicht erlaubt ist, ist das schamlose Anstarren, Anpfeifen, Ansprechen, oder die noch direktere Annäherung und Zudringlichkeit. Natürlich ist die Provokation auch nicht erlaubt. Was der Zeitgeist zu decken empfiehlt, sollte auch gedeckt sein!

7) Babies im Bad

Die Präsenz der Babies in Bäder ist ein „sumpfiges Gebiet” der Badeetikette. Natürlich sind die Aquaparks für sie entworfen worden, aber die Thermalbäder aus der Friedenszeit sind noch immer nicht kinderkompatibel, auch wenn sie ein oder zwei Kinderbecken haben. Man muss akzeptieren, dass die meisten Menschen für Ruhe und Entspannung die Bäder besuchen, oder vielleicht um die Gelenkschmerzen zu lindern, und man sehnt sich nicht nach Kindergeschrei. Das bedeutet nicht, dass es verboten ist, Kinder ins Bad mitzunehmen, aber man muss abwägen, ob sich der/die Kleine an einem Ort wohl fühlen wird, wo es keine Rutsche oder Buddelkasten gibt, und wo die Realisierung eines harmonischen, höflichen Zusammenseins auch für Erwachsene eine große Herausforderung darstellt. Wenn unser Kind nicht reif genug für ein dem Ort angemessenes Verhalten ist, so sollten wir ein Bad suchen, wo der Raum optimal für das Kind konzipiert sei, und so müssen wir das freie Spiel auch nicht begrenzen, was unsere Unterhaltung auch verderben würde.

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