2018.07.20 - Die richtige Verwendung von Sonnencreme

2018.07.20 - Die richtige Verwendung von Sonnencreme

Die richtige Verwendung von Sonnencreme

Ist die gebräunte Haut modisch oder nicht, muss man sich bei starker Sommersonne vor Sonnenbrand schützen. Es gibt Menschen, die weiß wie im Winter bleiben möchten, aber sie müssen auch wissen wann, wieviel und welche Sonnencreme sie benutzen sollten, falls sie ihre Haut der Sonne aussetzen.

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Welchen Wirkstoffen können wir vertrauen?

Grundsätzlich lassen sich Sonnencreme in zwei Kategorien einteilen. Einer der Wirkstoffe bietet chemischen Schutz gegen die zellenzerstörende Wirkung des Sonnenlichts, wobei der Wirkstoff selbst abgebaut wird, daher geht die Wirkung mit der Zeit verloren. Sonnenschutzcreme mit chemischen Filtersubstanzen ziehen in die Haut ein und zerfallen während des Abbaus in Komponenten, deren Wirkmechanismus noch nicht bekannt ist. Die andere Kategorie von Sonnencremen enthält physikalische Filter (Titandioxid oder Zinkdioxid, man muss sie unter den Substanzen prüfen), die das Sonnenlicht absorbieren, haben deshalb eine längere Wirkung, werden nicht abgebaut und so sind sie nicht gesundheitsschädlich. Es gibt keinen Wirkstoff, der die Haut selbst geeignet für Sonnenschutz macht. Das heißt, dass wenn wir nicht gebräunt sind, können wir uns nur auf den Wirkstoff der Sonnenschutzcreme verlassen. Möglicherweise gehören in die zweite Kategorie die Wirkstoffe, die die Wirkung der durch Sonnenlicht erzeugten schädlichen Substanzen reduzieren, wie zum Beispiel Antioxidantien, derer Wirkung ist jedoch nicht stark, sie ergänzen eher den Schutz.

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Wie lange vor dem Sonnenbad muss man den Sonnenschutz auftragen?

Wir können sehen, dass Sonnencreme mit physikalischen Filtersubstanzen sofort wirken, man muss also keine Einziehzeit abwarten. Die chemische Filtersubstanz zieht in die Haut ein, aber das ist nicht ihre Wirkung, dazu braucht man keine Zeit. Für das Einziehen von anderen Vitaminen und Antioxidantien braucht man ein bisschen Zeit, aber das ist kein wesentliches Kriterium. Es ist wichtiger, dass unsere Haut wie Fotopapier wirkt, also sie bräunt dort, wo sie von der Sonne erreicht wird. Da sich die Creme auf unserer Haut oder in der Haut von sich selbst nicht verteilt, kann es zu schwerem Sonnenbrand kommen, auch wenn wir uns eincremen, aber bestimmte Körperteile vergessen. Es sind vor allem Jugendliche, die glauben, dass Sonnenmilch ähnlich wie Mückenschutz oder Parfum wirkt, und es sei genug nur ein wenig davon aufzutragen.

Creme oder Spray?

Wichtig beim Auftragen der Creme oder des Sprays ist die Gleichmäßigkeit und die richtige Dicke der Schicht auf allen Hautoberflächen, die der Sonne ausgesetzt sind. Manche denken, dass das Auftragen eines Sonnenschutzsprays leichter sei, wobei andere denken, dass das Spray nur die Illusion der gleichmäßigen Verteilung bietet und manche Körperteile bleiben dennoch unbedeckt, weswegen es besser sei, die Creme mit der Hand gründlich überall zu verteilen. Das gegenseitige Eincremen macht großen Spaß und die andere Person kann es bemerken, wenn Oberflächen verpasst wurden…

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Kann man mit Sonnenschutzcreme ins Wasser?

Aus dem Vorstehenden ergibt sich, dass die Wirkung der Sonnencreme mit physikalischer Filtersubstanz nachlässt, wenn man für eine längere Zeit im Wasser bleibt. Wenn wir nicht ins Wasser gehen, lässt die Wirkung mit der Zeit nach, man muss eine neue Schicht auftragen, oder nach dem Baden im Schatten bleiben. Die Sonnenmilch mit chemischen Filtersubstanz hat eine bessere Beständigkeit gegen das Wasser, aber das bedeutet nicht, dass man nach dem Auftragen sofort ins Wasser darf, denn man braucht Zeit für das Einziehen, und es ist unangemessen mit eingecremtem Körper ins Wasser zu gehen, egal, ob natürliches Wasser, oder Freizeitbad. Die Sonnenmilch ist schädlich für das Tier- und Pflanzenwelt der natürlichen Gewässer, und auch für Schwimmbäder kann es nachteilig sein, wenn sich fettige Creme im Wasser auflösen. Allerdings ist es   eine berechtigte Sorge, dass man sich in dem Pool auch verbrennen kann. Denn es ist falsch zu glauben, dass man im Wasser nicht braun werden oder verbrennen kann. Das Wasser reflektiert das Sonnenlicht und deswegen sind die Körperteile nahe der Wasseroberfläche einem erhöhten Risiko ausgesetzt.

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Was bedeutet der Lichtschutzfaktor und wann soll man erneut auftragen?

Der Lichtschutzfaktor gibt an, um wieviel länger man sich nach dem Auftragen eines Sonnenschutzmittels der Sonne aussetzen kann, als ohne Schutzprodukt. Wenn zum Beispiel das Hauttyp und die aktuelle Sonneneinstrahlung 10 Minuten in der Sonne erlauben, erlaubt eine Sonnenmilch mit Lichtschutzfaktor 20 insgesamt 200 Minuten, das heißt mehr als 3 Stunden in der Sonne. Es ist wichtig zu wissen, dass nach den 200 Minuten die Zählung nicht von vorne beginnt. Man cremt sich umsonst erneut ein, die Haut hat genug Sonne bekommen um eine Rötung zu entwickeln, und man sollte sich schnell in den Schatten ziehen! Ein erneutes Eincremen mit Sonnenmilch wäre nur dann sinnvoll, wenn sie sich, aus irgendeinem Grund, von unserer Haut entfernt hätte, entweder während des Duschens oder wegen dem Schwitzen, oder wegen dem verbotenen Baden, wie oben angegeben! Wir betonen noch einmal, dass der Lichtschutzfaktor nur in dem Falle sinnvoll ist, wenn wir wissen, wieviel Zeit wir in der Sonne ohne Creme verbringen könnten! Wir sollten also unser Hauttyp, unsere Bräunungsstufe und die gültigen UV-Strahlungswerte kennen.