2017.10.06 - Mineralstoffe in Heilwasser

2017.10.06 - Mineralstoffe in Heilwasser

Mineralstoffe in Heilwasser

Ungarn ist sehr reich an Wasser mit Heilwirkung. Obwohl Heilwasser aus der Tiefe durchbricht, sprudelt es nicht aus jeder Quelle. Ein Heilwasser wird als Mineral- und Thermalwasser bezeichnet, wenn sich die chemische Zusammensetzung als heilkräftig erweist und mit einem Zertifikat versehen wird. Da die chemische Zusammensetzung dieses Heilwassers sehr unterschiedlich sein kann, sind deren Anwendung nur krankheitsspezifisch erlaubt.

Széchenyi fürdő.jpg

Einfaches Warmwasser oder diejenige Thermalwässer, die Mangel an Mineralstoffen haben, verfügen auch über eine Heilwirkung. Das Baden in Warmwasser ist ja selbst ein Stresslöser und die physischen Auswirkungen, wie Schwerelosigkeitsgefühl oder Wasserdruck auf die Gewebe sind auch sehr heilsam.

Die richtige Heilwirkung ist allerdings dem großen Mengen, wasserlöslichen Mineralstoff zu verdanken. Das aus der Erde quillende Wasser löst dies aus Gesteine aus, die in der Tiefe sind. Der Mineralstoffgehalt von Kalt- oder Warmwässern beträgt mehrere Gramme je 1 Liter Wasser. Sie ziehen in die Haut ein und üben da eine wohltuende Wirkung aus. Es gibt Heilwasser, deren Anwendung in Form als Trinkkur findet. Die Ӓrzte empfehlen einige Heilwasser meistens sogar in Form als Inhalation, also Einatmung anzuwenden.

Über Heilwasser im Allgemeinen

Heilwasser hat keine Zauberkraft! Eine Heilkur am Wochenende folgt keine volle Heilung, höchstens eine angenehme Entspannung. Die Heilwasserkur ergänzt die Behandlungen von Krankheiten, die langsamer entstanden, ist dafür eine schnelle Heilung unmöglich. Diese Krankheiten sind Erkrankungen des Bewegungsapparates, Gelenkverschleißen, Frauenleiden, gynäkologische Erkrankungen, Herz-Kreislauf-, neurologische und Hauterkrankungen. Um eine gute Wirkung zu erreichen, ist jährlich eine 10-15 malige Wiederholung einer Heilwasserkur je Kur nötig. Es ist empfehlenswert, mit einem Arzt vor der Kur zu konsultieren. Er hilft dabei, die geeignete Heilwasserart auszuwählen. Sogar eine Überweisung kann er uns erzeugen damit die Behandlungskosten glücklicherweise reduziert werden können. Wenn jemand keinen Anspruch hat, mit einem Arzt vor der Kur zu konsultieren, soll mindestens einige Hinsichte beachten. Es nicht zu empfehlen mit einer Heilwasserkur anzufangen, wenn man schmerzhafte, entzündliche Symptome, einen hohen Blutdruck, Gefäßverkalkung hat, nach einem Herzinfarkt, schwanger oder krebskrank ist.

medence korlát.jpg

Chemische Stoffe und deren Auswirkungen

Sehen wir also die Auswirkungen der unterschiedlichen Heilwasserarten und wo sich Heilbäder in Ungarn befinden können?

Schwefelwasser

(Harkány, Hévíz, Balf, Lukács und Heilwasser von Bad Rudas, Parádsasvár, Mezőkövesd)

Das Schwefelwasser verbessert den Schwefelhaushalt des Körpers, es ist im Fall von wenigen Magensäuren und zur Zöliakiebehandlung zu empfehlen. Schwefelwasser kann ebenso eine positive Auswirkung bei Frauenleiden, chronisch entzündlichen und Hauterkrankungen erzielen. Anwendung findet Schwefelwasser in Form als Inhalationstherapie auch.

Radonhaltiges Heilwasser

(Bad Rudas und Bad Gellért, Hévíz, Eger, Miskolctapolca)

Radonhaltiges Heilwasser ist gefäßerweiternd, reduziert den Blutdruck und die Gefäßverkalkung, wirkt bei Zuckerkrankheit und Gicht positiv aus.

Der Körper nimmt das Radon über die Haut auf, doch die Anwendung findet auch in Form als Inhalationstherapie. Bei Anwendung von radonhaltigen Heilwasser ist nur eine 3-4-wöchige Therapie erlaubt!

Sauerwasser mit Kohlensäuren

(Balatonfüred, Csopak, Kékkút, Macorka, Répcelak, Mihályi)

Die Sauerwässer geben der Magensäure einen Reiz, entspannen das Nervensystem. Das Kohlensäuregas wirkt in Haut beim Sauerwasserbad als eine Mikromassage aus, sie erweitert die Ader, verbessert die Blutversorgung und den Stoffwechsel der Haut. Die Anwendung von Sauerwasser ist bei übermäßiger Magensäure, bei Darmgeschwür, chronischen Blähung, massiven Krampfader nicht erlaubt!

Alkalisches Wasser, Mineralwasser mit Na, K, Hydrogenkarbonat

(Balf, Salvus-Wasser von Bükkkszék, Fonyód, Csevice in Parád, Anna-Quelle in Szeged, Békés, Gyopárosfürdő, Gyula)

Alkalisches Heilwasser löst den Schleim, treibt die Galle, reduziert Magensäure und kurbelt die Zellfunktion. Die Anwendung alkalisches Heilwassers ist bei Nierenstein und coli-Infektionen nicht erlaubt!

Heilwasser mit Kalziumkarbonat und vulkanischen Mineralien, Mineralwasser mit Ca, Mg, Hydrogenkarbonat

(Budapest, Balatonfüred, Kékkút, Székesfehérvár, Ágnes-Quelle in Moha und Szent István-Quelle in Parád, Bükkfürdő, Hegykő, Csopak)

Heilwasser mit Kalziumkarbonat und vulkanischen Mineralien reduziert Entzündungen, hat eine positive Auswirkung bei Knochenschwund, Bewegungserkrankungen und Frauenleiden. Es ist diuretisch und hilft bei Abgang von Nierenstein und Nierengrieß. Die Anwendung dieses Heilwassers ist bei Verstopfung nicht erlaubt!

Heilwasser mit Natriumchlorid

(Bäder der ungarische Tiefebene, Parád, Sárvár, Pestszenterzsébet, Cserkeszőlő, Debrecen, Eger, Gyopáros, Nyíregyháza, Sóstó, Tamási)

Heilwasser mit Natriumchlorid löst den Schleim, kurbelt Magensäure, ist bei Bewegungskrankheiten und chronischen Frauenleiden, Schuppenflechten, zur Verstärkung des Immunsystems zu empfehlen. Anwendung dieses Heilwassers ist bei Ödemen und hohen Blutdruck nicht erlaubt!

Heilwasser mit Bittersalz

(Alag, Tiszajenő – Mira-Wasser, Hunyadi János-Wasser, Wasser aus Nagyigmánd, Apenta Mineralwasser, Ferenc József-Sauerwasser)

Heilwasser mit Bittersalz ist bei Magen- und Darmentzündung beziehungweise bei Gallenproblemen zu empfehlen: Die Gallenblase zieht sich infolgedessen öfter zusammen, die Gallen gehen öfter ab, daher liegt die Gallenblase weniger nieder. Heilwasser mit Bittersalz gilt auch als ein wirksames Abführmittel. Anwendung ist bei Magengeschwür, Sauermangel, Erbrechen, Durchfall nicht erlaubt!

Eisenhaltiges Heilwasser

(Clarissa-Quelle in Parád és István-Quelle, Stefánia-Quelle in Moha)

Eisenhaltiges Heilwasser wirkt bei Blutarmut sehr positiv aus und ist bei Frauenleiden zu empfehlen.

Jod- und bromhaltiges Heilwasser

(Jódaqua aus Sóshartyán, Heilwässer aus Pesterzsébet, Bükkszék, Hajdúszoboszló, Debrecen, Karcag, Berekfürdő, Kecskemét, Eger, Cegléd)

Der Körper nimmt Jod auch über die Haut auf. Jod- und bromhaltiges Heilwasser ist für hohen Blutdruck, Prävention für Gefäßverkalkung, Klimakteriums- und Menstruationsbeschwerden, Prostataentzündungen, Entzündungen in Verdauungsapparat, Ankurbeln von Gallen- und Bauchspeicheldrüse zu empfehlen. Jod- und bromhaltiges Heilwasser reduziert Harnsäure- und Blutzuckerspiegel, behandelt Schuppenflechte und die Gelenkerkrankungen, die Hände und Beine betroffen.